Kustos kommentiert:
Widrige Wahrheiten über eine Welt des Wahnsinns.

Samstag, 24. September 2016

Wahn-Alarm

Karikatur: www.tomicek.de 
Warum die AfD-Wahlsieger das Feindbild sind
Das ist nicht neu: Wie schön und einfach könnte die Welt ohne all ihre Irren sein. Eine Aussage, die weder durch den Fortschritt noch durch die Aufklärung an Bedeutung verloren hat. Immerhin, eine Welt ohne Irre wäre auch ziemlich unterbevölkert und ein bisschen langweilig - und die Menschen haben immerhin gelernt, das Beste daraus zu machen. Zum Glück fiel auch nur sehr selten die Welt oder einer ihrer Kulturkreise einem Wahn kollektiv anheim, wobei der Nationalsozialismus und die Kreuzzüge schreckliche Beispiele für eine solche kollektive Potenzierung des täglichen Irrsinns sind. Wir kommen nun nicht umhin zu konstatieren, dass die Welt erneut eine solche Zuspitzung erlebt. Während in den kulturell und ökonomisch eher minderbemittelten Regionen der Islam an niedere Instinkte appellierend zunehmend Konflikte schürt, verliert, wie hier kürzlich schon in anderem Zusammenhang ausgeführt, der sogenannte entwickelte Westen den Kontakt zur Realität. Wenn aber Kooperation, friedlicher Wettbewerb und freies Denken sich als Grundpfeiler der sozialen Evolution und eines erfolgreichen Miteinanders erwiesen haben, kann der Wahn als virtuelle Gegenposition nicht nur Konflikte säen und Hass predigen, sondern wird er auch den Niedergang forcieren. Wie unter einem Mikroskop hat in Deutschland der Umgang mit der AfD diesen aggressiven, kontraproduktiven Realitätsverlust nachgewiesen.

Samstag, 10. September 2016

Fisch und Pfusch

"Ungenießbar"
Quelle: www.ttbaits.de
Die politische Lüge als Systemerscheinung
Manchmal wird das virtuelle Milieu der Niedergangsrepublik durch die schnöde Realität aufgerüttelt. Wenn die Menschen nämlich nicht mehr das machen, was ihre selbst erklärten Vordenker offiziell für sie für richtig halten. Wenn also beispielsweise die AfD in Mecklenburg-Vorpommern trotz allem Hass, trotz aller Hetze und trotz allen zugefügten Unrechts einen triumphalen Wahlerfolg feiert. Man hatte seitens der Systemparteien so etwas ja schon geahnt und deshalb vorsorglich die Schlagzahl der unlauteren Propaganda im Vorfeld der Wahl erhöht. Beispielsweise im sogenannten Kulturbereich: Dort zeigte sich in Rostock und an Rostock, was Hass und Hybris zum allgemeinen Schaden und persönlichen Nutzen Weniger anzurichten vermögen.

Samstag, 27. August 2016

Erneut arm dran

Behinderung als Niedergangsphänomen
In wenigen Tagen ist es soweit: Mutter Teresa wird heiliggesprochen und zwar, weil sie Wunder bewirkt hat. Und da sagt dieser Kustos immer wieder, alles werde schlechter. Damit nicht genug, endlich gibt es auch ein veganes Bart-Shampoo, wobei ich nur sehnsüchtig hoffen kann, dass es auch glutenfrei ist. In Dutzenden Städten der Welt wird schon länger regelmäßig der „No pants subway ride“ veranstaltet, bei dem junge Leute in schicken Klamotten ihre Hosen in der U-Bahn herunterlassen. Zum Ausgleich gehen sie dann wohl, verklemmt wie sie sind, lieber in Neoprenanzügen baden. Spaß muss eben sein, und wenn das bei den Spielern der Fußball-Europameisterschaft auch bedeutete, sich vom persönlich mitgebrachten Friseur irre Muster in das Haupthaar fräsen zu lassen oder eben beim heimischen Designer des Vertrauens solche in die Haut schnitzen zu lassen. Die Welt ist spätestens heute eine Welt der geistig Behinderten - und um die körperlich Behinderten sieht es nicht viel besser aus, wie dieser Blog schon vor exakt vier Jahren nachgewiesen hat…

Samstag, 13. August 2016

Neue Verdiente Verdiener

Produktivitätsgewinne, aber nicht für Werktätige
1,7 Milliarden Euro haben Hartz-IV-Bezieher in den letzten zehn Jahren durch Sanktionen der Jobcenter verloren, was nur dann keine beeindruckende Zahl ist, wenn man überlegt, dass Berlin demnächst für ungefähr dieselbe Summe seine Verkehrsinfrastruktur zugunsten der Radfahrer-Community ruinieren muss. Doch für den einzelnen der mehr als vier Millionen Menschen, die oft unverschuldet in Not gekommen sind, ist eine Kürzung der ohnehin geringen Bezüge oft existenzerschütternd. Ebenso schlimm der psychische Druck, der durch Sanktionsinstrumente der als Dienstleistungsstelle getarnten Behörde aufgebaut wird. Es wird so getan, als gäbe es Arbeitsplätze im Überfluss, doch ist das nur ein virtueller Popanz, um Druck auf die Sozialsysteme und die (potentiellen) Mitarbeiter auszuüben. Gerade im Bereich der qualifizierten Arbeitsplätze, um die es angeblich hinsichtlich des Angebots Jobsuchender so schlecht bestellt ist, sieht es besonders dürftig aus. Und hinsichtlich der immer nötigen billigen Dreckjobs ist man ja gerade dabei, sich reichlich neue Billiglöhner ins Land zu holen. All dies spielt sich vor einem Hintergrund der Umverteilung ab, zu dem es hier schon am 16. Juni 2012 niederschmetternde Fakten und Analysen zu lesen gab...

Samstag, 30. Juli 2016

Neu-Wild auf Bild

Bildzeitung ohne Exklusivrecht auf Lügen
Die sogenannte Springer-Presse, die es ja dank lukrativer Weiterverkäufe kaum noch gibt, hat die Lügenpresse zwar nicht erfunden, ist aber doch ein Teil von ihr. Dennoch gilt im neuen Milieu der gutmenschlichen Massenmanipulation die „Bild“ immer noch als einzigböser Außenseiter. Das liegt natürlich zum einen daran, dass das Milieu sich aus Altachtundsechzigern und deren Erben rekrutiert, für die diese Zeitung alles Böse der Welt inkarniert, zum anderen, dass jeder Bösewicht immer etwas braucht, zu dem er als Tarnung „Haltet den Dieb" rufen kann. Denken wir nur an die plumpe Boateng-Falle, die die FAZ kürzlich AfD-Gauland stellte - wo muss die Gürtellinie liegen, um noch tiefer kommen zu können? Doch nach wie vor kann man bei Facebook Sätze wie diesen lesen: „Habe gerade im Zug auf dem Weg ins Literaturhotel … neben einem Mann gesessen, der eine Stunde (!) lang die Bildzeitung gelesen hat. Wie geht das???“. Und als Konrad Kustos sich nicht verkneifen konnte zu fragen, wo denn für die Autorin das Problem sei, fing er sich noch einen veritablen Shitstorm ein. Höchste Zeit also, einen Text in Erinnerung zu rufen, der sich hier schon im Juni 2012 angesichts einer damaligen Anti-Bild-Kampagne der Verlogenheit hinter der „linken“ Bildkritik widmete.

Samstag, 16. Juli 2016

Neues Oster-Poster

Weil die Grünen gerade keine anderen Sorgen haben, denken sie über die Rente nach. Und als Lieblingssprössling eines Systems der Umverteilung von Arm nach Reich kommen sie mithilfe des DIW in einer Studie vom Mai diesen Jahres zu merkwürdigen, wenn auch keineswegs merk-würdigen, Ergebnissen: Wenn man die Einkommen von 2,3 Millionen Selbständigen anzapfte und alle Frauen in das Berufsleben integrierte, könnte, Donnerwetter, die Rente um ein ganzes Prozent steigen. Das bedeutete dann im Klartext die Zwangsverbannung auch der letzten im Familienverbund erzogenen Kinder in staatliche Bewahranstalten und ein Festhalten am unsozialen Generationenmodell der Alterssicherung. Der erst von Adenauer erfundene Generationenvertrag stellt sicher, dass der gesellschaftlich produzierte Mehrwert nicht mehr oder nur noch teilweise den Profiteuren dieses Mehrwerts und nicht ebenso den ihn erschaffenden Werktätigen zugute kommt. Soviel zum basisdemokratischen Erbe der Grünen. Fast zeitgleich legte auch die Regierung eine Studie vor, die zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommt. Es wird eben konzertiert weitergearbeitet an der Demontage der Alterssicherung unter dem Stichwort "Demografiestrategie". Die Herrschaft eines postkapitalistischen Blockparteienkollektivs tarnt sich immer weniger. In welche Richtung das System marschiert, wurde aber auch schon zu Ostern 2012 in diesem Blog beschrieben…

Samstag, 2. Juli 2016

Neuer Frustball total

Fußball EM als Zeitzeichen
Vor vier Jahren standen wir am Abgrund, nun sind wir einen entscheidenden Schritt weiter. Nicht nur, aber auch bei der Fußball-Europameisterschaft. In Berlin lädt das Christentum, bekanntlich immer um den gottesfürchtigen Zeitgeist bemüht, in eine große Kirche zum Public Viewing ein. Immerhin ohne Vuvuzelas, aber dafür mit Orgelmusik. Noch zeitgemäßer entpuppte sich die Grüne Jugend in Tateinheit mit Jusos und älteren CDU-Funktionären: Das Schwenken der deutschen Fahne sei ein Zeichen von Nationalismus. „Denn es kann keine Sommermärchen geben, wenn brennende Geflüchtetenunterkünfte die abscheuliche deutsche Realität darstellen.“ Realität und Kausalität spielen offensichtlich keine Rolle mehr, wenn der Hass gegen das eigene Land und gegen die Menschen, die dort noch leben, von der Antifa kommend die Ebene der etablierten Politik erreicht hat. Vielleicht erklärt sich aus solchen schmerzlichen Absurditäten, dass diese Europameisterschaft weit weniger Begeisterung auszulösen scheint als jeder andere internationale Fußballwettbewerb seit Jahrzehnten.